Die Schule in Colmnitz

Colmnitzer SchuleNachdem der sächsische Kurfürst August 1580 das erste Schulgesetz erlassen hatte, fand man in Akten des Freiberger Gymnasiums Namen von Schülern aus Colmnitz:
1589 Eger, Georg; 1588 Soror, Martin; 1590 Weind, Petrus; 1590 Lohse, Georg; 1599 Wolf, Kaspar; 1605 Wunderwald, Joh.

In den Dörfern unterrichtete zuerst der Pfarrer in sogenannten Kirchschulen die notwendigsten Kenntnisse im Lesen, Rechnen, und Schreiben. Anfangs wurden nur die Knaben unterrichtet, die während der Erntezeit wochenlang dem Unterricht fernbleiben mussten.

Weitere Entwicklung des Schulwesens in Colmnitz:
1724 Die sächsische Schulordnung forderte eine Winter- und Sommerschule, auch für Mädchen.
1769 Sächsische Schulpflicht für Knaben.
1805 Sächsische Schulpflicht auch für Mädchen.
1812 brannte die alte Schule ab.
1813 u.
1836
Bau neuer Schulen, jetzt das Haus vom Ortsvorsteher Geißler und Fleischerei Göhler.
1840 hatte das Oberdorf 158 Schulkinder und das Niederdorf 151.
1875 ab Ostern bestand eine Fortbildungsschule für die 14- bis 17-jährigen männlichen Jugendlichen.
1879/80 Schulneubau mit 4 Klassenzimmern und 3 Lehrerwohnungen. Der Baupreis betrug 40.145 Reichsmark.
1881 Einführung des Handarbeitsunterrichts für Mädchen.
1889 Umwandlung von einer sechsklassigen zu einer achtklassigen Schule.
1911 Beginn des Turnunterrichtes für Mädchen.
1912/22 wurden durch Umbauten zwei weitere Klassenzimmer geschaffen.
1919 erfolgte die Trennung von Schule und Kirche.
1927 Einbau einer Dampfheizung, vorher feuerten die Lehrer den Ofen.
1950 Zentralschule mit Sohraer Schülern.
1959 Umwandlung in eine allgemeinbildende polytechnische Oberschule, zusammen mit Klingenberg.
1969/70 Bildung des Oberschulkombinates mit Klingenberg.
1978 Einrichtung der Schulküche mit Speiseraum.
1992 Schließung der Colmnitzer Schule.

Colmnitzer Schule
Auf unserer Weihnachtsbergseite gibt es die
Colmnitzer Schule als Bastelbogen.
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